Samstag, 4. Oktober 2008

Einmal Mexiko und zurueck!

Einmal Mexiko und zurueck


So lange habt ihr nun schon nichts von uns gehoert. Wie einige von euch wissen, hat sich unsere USA- Ausflugsplanung ein wenig geaendert. San Francisco sollte eigentlich den Endpunkt unseres Trips markieren, doch das Blatt hat sich gewendet. Dazu spaeter.

San Francisco war wunderbar. Es gab ne Menge zu entdecken. So haben wir erst einmal San Francisco mit Hilfe der beruehmt beruechtigten Cablecars besichtet und sind schnell wie der Wind durch die steigungsreichen Gassen gebraust. Der Kultur zuliebe haben wir uns auf eine spannende Erlebnistour durchs Exploratorium gewagt. Mit viel Eigeninitiative und wissenschaftlicher Begeisterung konnten wir dort unsere 7 Sinne auf die Probe stellen. Einige Experimente liessen Erinnerungen an den Physik-Unterricht wach werden: So konnten wir Wasserstrudel und Tornados entstehen lassen, die Brownsche Bewegung nachvollziehen und mit Magneten spielen. Kindheitstraeume wurden wahr, als wir das Riesenseifenblasenbecken entdeckten, dessen Inhalt wir uns ueber den Kopf stuelpten. So verwandelten wir uns fuer einen Tag in kleine Wissenschaftlerinnen.

Kultur war damit also abgehakt, jetzt war es Zeit mal wieder etwas fuer unsere Fitness zu tun. Fuer uns hiess das, ein krasses Bike ausleihen und richtig in die Pedale treten. Doch es sollte nicht irgendein Fahrrad sein, nein, ein Tandem! Spart Kraft und Geld, dachten wir uns. Nix da. Nach der ersten Bruchlandung, einer kaputten Hose und aufgeschuerften Knien, stellte sich schnell heraus, dass es sehr viel an Uebung und Geschicklichkeit bedarf, um dieses Hoellenrad zu kontrollieren. Doch unser Motto ist nicht umsonst “Was uns nicht umbringt macht uns staerker” und so schafften wir es mit unserer unglaublich Talentiertheit die maechtige Golden Gate Bridge zu bezwingen. Auf der anderen Seite der Bruecke erwartete uns ein windiger Pfad, der uns nach Sausalito fuehrte. Hier wurden angeblich die Mountainbikes erfunden, doch das interessierte uns eher weniger. Viel spannender erschienen uns die vielen Geschaefte entlang der sonnigen Promenade.

San Francisco als kalifornische Metropole hat Lust auf mehr gemacht. So entschieden wir uns noch den Rest des Ewig-Sommerwetter-Surfer-Staats zu bereisen. Auf dem Weg gen Sueden heckten wir heimtueckische Plaene aus…

Nach etlichen Stunden kurvenreicher Fahrt durch die pechschwarze Nacht standen wir am naechsten Tag frisch und munter vor Chebas Haustuer in San Diego. (Fuer alle, dies nicht wissen: Cheba =Freundin, bekannt aus Schule und Skilager, die gerade ein Auslandspraktikum macht). Das war vielleicht eine Ueberraschung! Cheba hat auch prompt ganz driest die Schule geschwaenzt um uns ein bisschen ihr Ghetto zu zeigen. San Diego ist wider Erwarten eine fuer amerikanische Verhaeltnisse ziemlich huebsche Stadt mit tollen Straenden, die wir uns gleich vorgenommen haben. Nachdem wir das kleine Cheba am naechsten Morgen zur Schule gefahren haben, sind wir zur mexikanischen Grenze aufgebrochen. Wens interessiert: die reine Fahrtzeit von der amerikanisch-kanadischen Grenze zur amerikanisch-mexikanischen Grenze betraegt 30 Stunden (gemaess deutscher Geschwindigkeitsregelung ;) Am Nachmittag haben wir Chebchen also wieder vor ihrer Schule aufgegabelt und sind zusammen am huebschen Hafen entlanggeschlendert und haben den Balboapark entdeckt. Im Gegenzug zu Chebas hervorragener Fremdenfuehrung haben wir sie in die feine Kueche der amerikanisch-mexikanischen Fastfoodkette Tacobell eingefuehrt. Wenn Cheba also als kleine Kugel wieder zurueck kommt, haben wir unseren Teil dazu beigetragen  Um sie nicht ganz zu verderben, haben wir Cheba nach 3 Tagen wieder sich selbst ueberlassen. Denn irgendwann muessen wir ja auch mal wieder zurueck nach Kanada.

Unser Weg fuehrte uns entlang des Pacific Coast Highways nach Los Angeles ueber Traumorte wie Laguna Beach und Newport Beach (aus dem Fernsehen bekannt ;). Und wie sollte es auch anders sein: Louise und Renee haben sich sogleich in die gigantischen Wellen gestuerzt! Das ganze haben wir mit unserer tollen Unterwassereinwegkamera dokumentiert.

Nach dieser anstrengenden Fahrt von Strand zu Strand haben wir uns in Venice Beach (noch ein Strand!) bei Nils und seiner Familie einquartiert. Bekannte, bei denen Renee schon den letzten Sommer verbracht hat. Schon ortskundig konnte sie Louise alles Sehenswerte um Los Angeles zeigen. Auf dem Plan standen: Santa Monica und das leckere Eis dort, Beverly Hills, der Walk of Fame und die Hand- und Fussabdruecke auf dem Hollywoodboulevard. Leider blieb uns nicht sehr viel Zeit, da wir uns schon wieder ein neues Ziel gesetzt hatten…

…Las Vegas! Kurz vor der ersehnten Stadt noch in dunkelster Finsternis wurden wir nach dem naechsten Huegel auf einmal von einem gleissend hellen Lichtermeer geblendet. Es war ueberwaeltigend! Ein Casino folgte dem naechsten, riesengrosse Hotels soweit das Auge reichte und ueberall leuchtende Sehenswuerdigkeiten von der ganzen Welt. Den Moeglichkieten sind hier keine Grenzen gesetzt, seien es nun Loewen in der Hotellobby oder explodierende Springbrunnen, Las Vegas hat alles zu bieten. Bei Madame Tussauds trafen wir gleich noch Beruehmtheiten wie Johny Depp und Elton John. Von dem vielen Geld, das wir an den einarmigen Banditen und Roulettetisch erwirtschaftet haben, werden wir nun den Rest unseres Lebens in Saus und Braus leben koennen. Beim Strip Poker gewinnt man ja leider kein Geld, aber ein paar Unterhosen mehr koennen ja auch nicht schaden. Wir haben jetzt leider ueberall Hausverbot, da sich Las Vegas erstmal finanziell von uns erholen muss.

Da dachten wir uns, es wird Zeit mal wieder einen Blick nach Kanada zu werfen und ehe wir uns versahen waren wir auch schon wieder in Vancouver. Dort wurden wir ganz herzlich von der Familie aufgenommen, deren Adresse wir missbraucht haben um unsere Sozialversicherungsnummern zu erhalten. So steht uns und der Suche nach einem erfolgreichen Job nichts mehr im Wege. Nicht, dass wir das noetig haetten, aber Faulheit ist einfach nicht unser Ding.

Wir hoffen, der Informationsueberfluss ueberfordert euch nicht. Die Hauptaussage bleibt immer noch: Uns gehts blendend. :D Noch Fragen?