Donnerstag, 18. September 2008

schlaflos in Seattle, hellwach in San Francisco



Einiges hat sich getan seit unserem letzten Newsupdate! Der Reihenfolge nach...
Surfen! Da wir ja so unglaublich sparsam sind, haben wir das Geld fuer einen ausgesprochen teuren Surfkurs von laeppischen 2 stunden gespart und uns stattdessen einfach ein Surfbrett plus Neoprenanzug fuer 6 stunden im naechstbesten Surfshop ausgeliehen! jahaa, so einfach geht das und da wir ja Naturtalente in jeglicher Hinsicht sind, hat uns das bisschen "auf dem Brett stehen" keine Muehen bereitet. Die Fotos sprechen wohl fuer sich ;) Das gesparte Geld haben wir sogleich wieder investiert und zwar in eine Hot Springs-Tour, vergleichbar mit nem Jacuzzi, blos natuerlich und stinkend - hat erinnerungen an die Dusche auf Hornby geweckt :) Auf dem Rueckweg hatte unser Miniboot allerdings ne kleine Panne, da hatte sich anscheinend irgendwas oder irgendwer in der Schiffsschraube verfangen. Unser attraktiver Skipper Adrian konnte das Problem leider auch nicht beheben. Nach 2 Stunden kam dann endlich Rettung in Form eines Speedboats. In roten Teletubbykostuemen wurden wir dann in Windeseile zum Hafen zurueckgebracht.

Tofino wurde dann aber doch bald langweilig und kurzerhand beschlossen wir, nach Amerika aufzubrechen - rein ins Auto, auf die Faehre, ueber die Grenze und schwupp - waren wir auch schon in Seattle! Kaum angekommen, fanden wir uns auch schon gegenueber der Weltraumnadel ( Space Needle) wieder und kurz darauf im Nadeleigenen Souvenirshop! Ueberwaeltigt von der glanzvollen Schoenheit der Seattler Nachtlichter legten wir uns ein wenig abseits der Stadt schlafen. Die naechsten 2 Tage verbrachten wir mit Sightseeing und Kultur, vom Pike Place Market mit schmackhaften Leckereien ueberall zum Kosten, ueber Schlendertouren durch Downtown Seattle und abenteuerlichen Geisterfahrten in Einbahnstrassen bis hin zum Kinobesuch von Dark Knight im hiesigen IMAX, woha!

Doch schon bald packte uns wieder die Reiselust - die Spannung auf der 14stuendigen Fahrt nach San Francisco war kaum auszuhalten - nach ca. 1400 Kilometern ununterbrochenem Durchtreten des Gaspedals kamen wir gegen Mitternacht voellig erschoepft in einem Vorort von San Francisco an. Satte 9 Stunden Schlaf und wir waren fit fuer die City - noch schnell ein Kaeffchen und ne Schokimilch bei McDonalds geschluerft und knackige 4 dollar fuer die Ueberfahrt ueber die Bay Bridge hingeblaettert - schon waren wir mitten in der kalifornischen Grossstadt! Da sind wir nun! endlich. Und jetzt ist wieder Sightseeing angesagt!

Ciao!

Donnerstag, 11. September 2008

Victoria und unser Weg durch die Berge



Zu erst einmal muessen wir unseren letzten Blogeintrag berichtigen. Geplant war, bei Hayley und Samantha zu wohnen, die sich jedoch nicht mehr gemeldet haben - so haben wir uns ganz dreist fuer den Rest der Zeit bei Stefan und seinen Kumpanen eingenistet. Wir wurden superfreundlich aufgenommen, nur der Hausbesitzer (uralter Inder, mit weissen Haaren, wirkte auf den ersten Blick wie ein Obdachloser, auf den zweiten auch noch..) hatte so seine Probleme mit uns. Eines Morgens erblickte er uns schlafend auf der Couch und wollte uns von da an nie wieder sehen. Renee und Louise nun also obdachlos...was nun?! die einfachste idee erschien uns unser auto in der naechsten querstrasse am strassenrand zu parken und gemuetlich in unseren sitzen zu schlummern. das war soweit auch kein problem, bis uns am naechsten morgen um 7 in der fruehe ein leises klopfen an unserm beschlagenen fensterchen weckte...nanu, da standen auf einmal 2 unwahrscheinlich gutaussehende polizisten und wollten wissen, was wir denn da taten. die nachbarn fuerchteten sich wohl vor terroristen vor ihrem haus. doch ein zarter wimpernaufschlag und ein suesser blick aus den verquollenen aeuglein verrieten, dass wir nichts boeses im schilde fuehren...und so liessen sie uns wieder ziehen. fuer die naechsten tage nahmen wir dann doch lieber die gefahr eines zusammentreffens mit dem hausbesitzer in kauf und quartierten uns wieder auf der couch ein.

in der stadt haben wir uns natuerlich auch auf jobsuche begeben und abertausende resumes verteilt, doch keiner wollte uns :( so haben wir weiterhin froehlich unser geld verschleudert um mehr ueber die kanadische kultur zu erfahren. ein besuch im royal british columbia museum durfte da natuerlich nicht fehlen! wir sind jetzt also vollstens aufgeklaert ueber die gesamte kanadische historie und ihre fremdlaendischen einfluesse.
nach so viel geschichte half uns die freitagabendliche collegeparty wieder in die gegenwart zurueckzufinden.

am naechsten morgen befanden sich ausser uns noch 2 weitere gestalten im wohnzimmer. jeff und marc hatten es sich auf dem fussboden bequem gemacht. die sonne schien verheissungsvoll und so haben wir die kerle kurzentschlossen mit an den strand genommen. waehrend wir kaum einen schritt ins eiskalte meer gewagt haben, sind die beiden froehlich mit ihren skimboards uebers wasser gerutscht.

so neigte sich unsere zeit auch hier wieder langsam dem ende zu. montag frueh noch schnell das auto checken lassen und mit gleissend hellen gluehbirnen fuer den winter ausgestattet, da konnte es auch schon wieder losgehen - nach TOFINO!

unser beschwerlicher weg fuehrte uns vorbei an zerkluefteten felsen, schneebedeckten bergen, ausgetrockneten flusstaelern, kleinen wasserfaellen, durch windige serpentinen und schlagloecheruebersaete strassen. und dann...ein BAER! vor unserer windschutzscheibe tauchte doch tatsaechlich solch ein kleines schwarzes wollknaeuel auf und schlenderte gemuetlich ueber die strasse um wieder im naechsten busch zu verschwinden.
so erreichten wir nach einer entbehrungsreichen fahrt das kleine surferstaedtchen tofino und fielen dort voellig uebermuedet in unseren autositzen in den schlaf der gerechten. hier sind wir nun und geniessen das schoene wetter, huepfen in die maechtigen wellen des pazifiks und beobachten die surfer beim wellenreiten. vermutlich wird unser aufenthalt auch hier kuerzer als geplant, da kein job in sicht ist.

in liebe, louise & renee

Dienstag, 2. September 2008

Wie wir Hornby den Ruecken zukehren

Natur Pur



Hornby ist nun schon Vergangenheit, es gibt aber trotzdem noch eine Menge von dieser schnuckligen Insel zu berichten! Die legendaeren Partys auf diesem Idyll sind naemlich durchaus erwaehnenswert. Allen voran die Superheroparty, auf der man sich tatsaechlich als Superheld verkleiden musste. Wir sind dort trotz unser pinken Gummistiefel, der pinken Hawaiikette, den pinken Handschellen und unsern gefaehrlichen Waffen (pinke Zauberloeffel) verkleidungsmaessig eher in den Schatten gedraengt worden - von etwaigen Superwomen mit Superausschnitt und anderen schraegen Gestalten.
In der Bar der Sea Breeze Lodge sah es dann schon wieder ganz anders aus. Auf Einladung des Barkeepers Braydon haben wir uns dort ein paar Drinks auf seine Kosten genehmigt und spaeter ein (nicht stinkendes!) Vollbad im hauseigenen Jacuzzi gegoennt. Tjaha, Kontakte muss man haben! :) Wurden natuerlich auch prompt auf die Staff Party der Lodge am naechsten Abend eingeladen. Hornby hat doch mehr zu bieten, als wir bisher gedacht hatten. Nach den durchgemachten Naechten, haben wir uns am letzten Tag noch einmal die Insel zu Gemuete gefuehrt und einen kleinen Outdoor-Trip an der Inselkueste entlang gemacht. Leider musste aber auch hier einmal der Abschied kommen und so verliessen wir die Trauminsel vor 2 Tagen.

Nach 2 Faehrueberfahrten und ca. 300km Highway kamen wir in der wohl schoensten Stadt Kanadas (vielleicht zweitschoenste der Welt, nach Berlin) an. Victoria ist die Hauptstadt von British Columbia, hat 325.000 Einwohner und liegt direkt am Meer auf Vancouver Island. Wunderschoene Altstadt und unglaublich suesse Strassen, aeltestes Chinatown Kanadas und Blumenbuesche an jeder Laterne. Dort haben wir uns mit Renees Cousine Katharina und deren Freundin Nancy getroffen und sind zusammen ein bisschen durch die Stadt flaniert.

Abenteuerlustig wie wir sind, haben wir uns gleich wieder ins Blaue gestuerzt und einen Abstecher nach Sooke gemacht. An Abenteuer hats dann auch wirklich nicht gefehlt, denn unsere Tanknadel neigte sich auf dem Weg dorthin schon alarmierend Richtung 0. Weit und breit keine Tankstelle in Sicht. Das Auto kaempfte immer weiter, doch es war aussichtslos - das vibrierende Tuckern konnte nur eines bedeuten: Wir wuerden unsere Nacht wohl mitten in der Pampa verbringen muessen. Doch dann - wer haette das gedacht - eine Fata Morgana am Horizont? Nein, tatsaechlich, eine Tankstelle! Autochen nahm seine letzte Kraft zusammen und rollte zur rettenden Zapfsaeule. Auto war nun also wieder gesaettigt, da schlugen die Alarmglocken bei uns: Hunger! Gluecklicherweise war der Weg zum naechsten Supermarkt nicht allzu weit, und was fuer ein Supermarkt! Nach stundenlangem Umherstreifen durch die schier unendlosen Regalreihen, konnten wir den Supermarkt gluecklich und beladen mit einer Tonne Instantnudeln und vielerlei Gemuese verlassen. Unsere Mahlzeit haben wir dann auch schnurstracks in der Hostelkueche zubereitet. Mit unsern vollen Schuesseln haben wir uns in die Hostelbar gesetzt und der Liveband gelauscht.

Am naechsten Tag haben wir Katharina und Nancy fix zur Faehre gebracht. Auf dem Rueckweg haben wir uns wieder in aufregende Naturerlebnisse gestuerzt! Erster Halt: Hafenstadt Sidney, darauf: Schmetterlingspark und ein Abstecher an den Beaver Lake. Zurueck in Victoria sind wir bei Stefan vorbeigefahrn, ein hiesiger Student, den wir auf Hornby kennengelernt haben. Zusammen mit seinen Mitbewohnern (1 50jaehriger, 1 30jaehriger Hardcorekiffer, 1 niedlicher Homo, 1 kleiner dicker chaot und son freak, der gar nicht mehr aufhoern konnte zu labern) haben wir ne kleine chillparty zelebriert. Die bequemen 20er Jahre Sofas haben wir dann auch dem Zeltplatz vorgezogen.

Nun sind wir fleissig dabei uns um nen Job zu kuemmern. Unterkunft fuer die naechsten 2 wochen haben wir uns schon gesichert - ab morgen schlafen wir im Haus von Samantha (Foto Superbusenwoman) und Hayley - ebenfalls Hornby-Bekanntschaften.

Adios Amigos!